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Eine Ode an das Laufen – #MayWeRun2020

Es ist ein stechender Schmerz. Im ersten Moment nicht beunruhigend, eher unangenehm. Er stört. „Das muss ich raus laufen“ denke ich und versuche den Rhythmus wieder zu finden. Das Stechen in der Hüfte wird stärker. Das Tempo wird schneller, der Wille setzt sich durch. Dieses Mal. Beim nächsten Lauf, gewinnt der Körper.

Es ist Februar 2020 und ich muss pausieren. Nach 11 Monaten in Folge ohne Verletzungen und regelmäßig mindestens 100 Kilometern im Monat reisst eine Serie und vor allem die Geduld meines Körpers. Die Hüfte, das Becken mit deren Sehnenansätzen, Muskeln, Faszien und Co wollen nicht mehr.

Die Pause ist unfassbar nervig. Mein natürlicher Drang Sport zu machen und digitale Challenges mit nutzlosen, aber schönen Badges zu bestreiten wird jäh gebremst. Ich muss Geduld haben. Ganz pausieren und dann sehr bewusst mit neuem Laufstil wieder einsteigen. „Nach jeder Aktivität mindestens einen Tag Pause zur Regeneration“, meint mein königliches Physio-Paar, denen ich voll vertraue.

Mitte März fange ich an. Im April läuft es schon wieder ordentlich. Aber es macht nur selten richtig Spaß. Es ist ja nicht so, dass man einfach laufen geht, sondern „man wird eins mit der Straße, denn der Straße ist man keine Rechenschaft schuldig“. Das texten zumindest Helen Hunt und Mel Gibson in „Was Frauen Wollen“ im Jahr 2000 für eine fiktive Nike-Kampagne. Damit treffen Sie einen Teil der Wahrheit, denn es ist einzigartig alleine zu laufen und den Kopf frei zu bekommen. Es kann aber auch blockieren, wenn das mit dem Laufen eben nicht so läuft.

Es ist für mich aber noch viel reizvoller mit Freunden zu laufen. Am besten an neuen Orten, um gemeinsames zu entdecken. Das wird „dank“ Corona in 2020 nicht möglich sein. Daher möchte ich einen alte Challenge in neuem Gewand wieder beleben. #MayWeRun2020

Posted bitte eure Läufe im Mai 2020 und nutzt den zweideutigen Hashtag. Denn dieser ist eine höfliche Aufforderung und einen klares Statement zur gleichen Zeit. Es geht nicht darum die meisten Kilometer zu laufen, aber es kann uns für einen Monat virtuell verknüpfen. Ich hoffe sehr, dass ganz viele von euch mitmachen werden. 

Wer besonders motiviert bleiben will setzt sich Ziele für den Monat. Meine lauten: 

  • 120 km Laufe
  • 100 km Rad fahren
  • 12 Freeletics Sessions
  • Bewusste Regeneration

Ich freue mich auf eure Kommentare und ersten Beiträge auf Social Media.

#MayWeRun my friends!

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

  1. Griese sagt:

    Wolfi,
    Du bringst es mit Deinen Worten wunderbar auf den Punkt. Natürlich bin ich dabei, werde auch drüber schreiben und setze hier meine Ziele:
    – 100km laufen
    – 300km radfahren
    – bewusste Regeneration
    Und endlich wieder meditieren. Also #MayWeRun. Wir lesen uns, wenn wir uns schon nicht sehen dürfen.

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