Being on the road, home
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Der Duft Shanghais. 48 Stunden Smog.

Ich steige aus dem Flugzeug und es riecht nach China. Ein Geruch, den ich nur hier wahrnehme. Er ist würzig, ein wenig muffig, aber nicht beißend oder unangenehm. Wahrscheinlich sind es die lokalen Reinigungsmittel, die den Flughafen in diesen Duft hüllen.

Es ist erst mein dritter Besuch in Shanghai. Es hat geregnet. Die Luft ist dadurch sauberer als sonst. Dennoch sieht man nur eine weiß-graue Wand, ob aus dem Shuttle vom Flughafen, oder dem Hotelzimmer: 50 Shades of White.

Haben die Inuit angeblich ein Dutzend Wörter um Schnee* zu beschreiben, so müssten die Chinesen wohl eben so viele haben, um den Smog zu umschreiben, der ihre Städte in Wolken hüllt. Die Verschmutzung der Luft wird im Air Quality Index (AQI) ausgewiesen. Bei unserer Ankunft ist er mit über 150 Punkten im roten Bereich „unhealthy“. Peking hatte vor dem Wochenende den Status „hazardous“, also 300+ Punkte. Der Höchstwert im Feinstaub geplagten Stuttgart liegt am problematischen Neckartor an zu vielen Tagen im Jahr über 35 Punkten.

48 Stunden bleiben mir in dieser kontrastreichen Stadt. Doch ich bin zum Arbeiten hier. Mercedes-Benz stellt das neue Concept GLC Coupé den Medien und der chinesischen Öffentlichkeit auf der Auto Shanghai 2015 vor. Ich twittere von der Premiere und erstelle den ein oder anderen Periscope. Das ist aus China nicht unbedingt ohne weiteres möglich. Wichtige Online-Anbieter – vor allem die Services von Google – werden geblockt. VPN installiert oder teures Roaming genutzt und man hat dennoch Zugriff, allerdings keinen besonders schnellen.

Das Auto kommt gut an. Die Scheinwerfer sind mein Highlight. Ich mag den Blick in die Technik, die feinen Lichtanimationen und die kleine Bühne, die jeder moderne Scheinwerfer in sich trägt.

I like the details in the new headlights of the Concept #GLC Coupé #mbcar #design #detail Ein von Wolfgang Würth (@wwuerth) gepostetes Foto am


Concept #GLC Coupé premiere #latergram #shanghai #mbcar

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Wir ziehen weiter zur Marktpremiere des neuen smart. Ein Stadtauto, dass in China viele Fans und großes Potenzial hat. Bei der Entwicklung der Städte und dem fehlenden Parkraum wird China wohl der bedeutendste Markt für den wendigen Zwei-Sitzer werden. Das Event ist super. Es findet im Fashion District etwas außerhalb statt. smart steht in China noch viel mehr für Lebensfreude und Spaß in der Stadt. Bestes Give-Away: Selfie Sticks mit smart Branding.

Am nächsten Morgen geht es auf die Messe, die neue. Nahe Pudong und dem dortigen Flughafen gibt es bereits ein großes Messegelände, auf dem ich 2013 war. Man hat sich allerdings dazu entschlossen ein zweites Gelände zu errichten, welches am anderen Ende der Stadt liegt. In der Nähe des alten Hongqiao Flughafens, der international weniger stark angeflogen wird. Somit „nur“ 40 Millionen Gäste im Jahr abfertigt. Das Gelände der Messe YangJingCun ist – wie zu erwarten – riesig. Um die Messe herum, nur verwaiste Häuser und schlechte Straßen. Hier ist nicht viel. Die Messehallen sind clever in Form eines vierblättrigen Kleeblattes angelegt, so verkürzen sich die Wege, da man jederzeit, durch das Zentrum des „Kleeblatts“ zu den anderen Hallen laufen kann. Hier könnte man eine Messe für Kreuzfahrtschiffe machen und diese bequem in die Hallen stellen.

Die Pressekonferenz ist gelungen. Der Selfie-Stick gleich mal ausprobiert. Selfie mit Gianluca Pezzi Insgesamt war es für meine Verhältnisse eine echte Selfie-Ansammlung. Aber ich war weder am Bund, noch in Pudong, noch hatte ich wegen des Smogs einen sensationellen Blick aus dem Fenster. Ich muss also wieder kommen. -ww

  First hopp to Zurich. Final destination Shanghai – #inflightselfie #travel #AutoChina   Ein von Wolfgang Würth (@wwuerth) gepostetes Foto am


Ready for the trade show #AutoShanghai #selfie   Ein von Wolfgang Würth (@wwuerth) gepostetes Foto am

#BackseatSelfie w @ambroselungz riding a brand new S-Class in #shanghai Ein von Wolfgang Würth (@wwuerth) gepostetes Foto am

  #freakselfie at Zurich airport after a long flight from #shanghai   Ein von Wolfgang Würth (@wwuerth) gepostetes Foto am

*Um fair zu bleiben: Inuit haben nicht mehr Wörter für Schnee als andere Sprachen. Es ist ein Mythos.

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